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Betreute Toilette

Seit dem Schuljahr 2004/2005 gibt es an der Martin-Niemöller-Gesamtschule eine Toilettenanlage, die ganztägig von Erwachsenen betreut wird. Die Betreute Toilette ist für die Schüler*innen eine Garantie, dass sie hier unter normalen Bedingungen zur Toilette gehen können wie zu Hause auch.

Schultoiletten werden von Schüler*innen genutzt.
Sind die Toiletten aufgrund unsachgemäßer Nutzung
nicht mehr zumutbar, löst ein permanentes Säubern
nicht das eigentliche Problem.

Kinder und Jugendliche sind auf die Nutzung der
Schultoiletten angewiesen.

Mit unserer durchgehenden Betreuung geben wir allen
Schüler*innen die Chance auf eine nutzbare Toilette.

Das pädagogische Konzept

Schon auf den ersten Blick erkennt man, dass es in der Betreuten Toilette etwas anders aussieht: Es gibt einen Schreibtisch mit Kerzen und Duftölen, überall Pflanzen, Wanddekorationen, große Spiegel und Kleiderhaken. Das Besondere an der Betreuten Toilette aber ist, dass hier ständig eine Betreuungskraft vor Ort ist, die sich von 7:45 Uhr bis 16:15 Uhr darum kümmert, dass die Anlage immer angenehm zu benutzen ist.

Die Betreuungsperson sorgt dafür, dass genug Toilettenpapier, Hygienebeutel, Seife, Handtücher und Desinfektionsmittel vorhanden sind. Artikel für die Monatshygiene (Binden, Tampons) werden bereitgehalten und das ein oder andere Taschentuch gibt’s natürlich auch. Unterrichtsmaterial oder persönlich Dinge, die Schüler*innen nicht mit in die Kabine nehmen möchten, können sie bei der Betreuung in Verwahrung geben.

Die Betreuer*innen haben auf der einen Seite immer ein offenes Ohr für alles, was die Kinder und Jugendlichen auf dem Herzen haben, und auf der anderen Seite haben sie immer ein Auge darauf, dass sich hier alle anständig verhalten:
• Respekt gegenüber Personen
• Sorgfalt beim Umgang mit dem Inventar
• Beachtung der Hygiene

Die Regeln der Schule gelten selbstverständlich auch in der Betreuten Toilette:
• Unterrichtszeiten sind für Unterricht zu nutzen.
• Mobiltelefone sind nicht erlaubt.
• Anweisungen der Aufsichtspersonen sind bindend.

Zum pädagogischen Konzept gehört aber auch, dass die Betreuungskräfte die Anlage nicht putzen. Für die Sauberkeit sind die Schüler*innen selbst verantwortlich.

Das finanzielle Konzept

Auf Initiative aller Schulgremien startete der Förderverein das Projekt im Sommer 2004. Die Elternpflegschaft führt seitdem den Flohmarkterlös vom November an das Projekt ab und der Förderverein stellt 2.000 EUR pro Jahr zur Verfügung. Zweckgebundene >>Spenden für dieses Projekt sind gerne gesehen.

Darüber hinaus finanzierte sich das Projekt zu Beginn auch über eine Benutzungsgebühr von 10 Cent. Zum Schuljahr 2011/2012 wurde die Benutzungsgebühr durch eine freiwillige pauschale Umlage für alle Schüler*innen in Höhe von 7,00 EUR pro Schuljahr ersetzt. (Das entspricht ca. 15 Cent pro Schulwoche.)

Die MNGE ist eine öffentliche Schule und darf keine eigenen Mitarbeiter*innen einstellen. Deshalb übernimmt der Förderverein für die derzeit 8 Beschäftigten in der Betreuten Toilette sämtliche Pflichten eines Arbeitgebers. Die Betreuer*innen sind alle ehrenamtlich tätig, erhalten allerdings trotzdem ein Entgelt netto ausgezahlt, welches über dem Mindestlohn liegt.

Der Förderverein als Arbeitgeber reduziert die Kosten um 35 Prozent.

Als gemeinnütziger Verein haben wir die Möglichkeit, Sachspenden zu erhalten bzw. Artikel für unsere Projekte gegen eine geringe Gebühr zu erwerben. Deshalb fallen nur ca. 1.500 EUR pro Jahr für Hygieneartikel und Dekoration an. Der reale Handelspreis läge bei 6.000 EUR. Unter dem Strich steht eine Einsparung von 4.500 EUR pro Jahr. 

Weil gemeinnützige Vereine zudem vom „Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes“ profitieren und Übungsleiterverträge anbieten können, für die deutlich weniger Abgaben zu zahlen sind, schlagen die Personalkosten nur mit etwa 15.000 EUR zu Buche. Würde die Schule selbst als Arbeitgeber auftreten (dürfen), wäre die kostengünstigste Variante das Arbeitsverhältnis „Minijob“. Die Schule müsste dann ca. 33% an Abgaben zusätzlich schultern. Das wären Mehrkosten von rund 5.000 EUR im Jahr.

Der Förderverein reduziert die Belastung des Kollegiums.

Weil es die Betreute Toilette gibt, entfallen pro Schuljahr für das Kollegium 1.160 Pausenaufsichten. Gleichmäßig verteilt auf das Kollegium entspricht das 8 Pausenaufsichten pro Lehrer*in. Durch die permanente Aufsicht in der Tropfsteinhöhle passieren auch weniger Vorfälle zwischen Schüler*innen, welche die Klassenlehrer*innen anschließend klären müssen. Das ist ebenfalls eine deutliche Entlastung. Mehr effektive Unterrichtszeit springt zu guter Letzt auch noch dabei heraus.

>> Dokumentation über die beiden ersten Schuljahre mit der Betreuten Toilette

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